Biologische Schädlingsbekämpfung

  • Schädlinge = Tiere, die die Nutzpflanzen bis zum Absterben beschädigen
  • Nützlinge =  Tiere, die wiederrum die Schädlinge bekämpfen und so indirekt die Nutzpflanzen schützen
Gelbtafeln

Gelbtafel

Zwischen den Reihen hängen wir verschiedene Fangtafeln auf. Hier im Bild ist z.B. eine Gelbtafel zu sehen mit welcher man die weiße Fliege im Gemüseanbau,die Kirschfruchtfliege im Obstbau und viele weitere Schadinsekten fangen kann. Die Farbe richtet sich nach der Lockfarbe der Insekten. Da die Tomatenblüten auch gelb sind und die Schadinsekten im ausgewachsenem Stadium den Nektar und die Pollen aus den Blüten als Nahrung nutzen, werden diese von der intensiven Farbe angezogen und bleiben an der gelben Tafel kleben. Nun können die Schädlinge an der Tafel ausgezählt und bestimmt werden. Anhand dieser Daten kann nun bestimmt werden welche und wie viele nützliche Insekten bestellt werden müssen, um die Schädlinge wieder zu bekämpfen. Oder ob der Befall schon so stark ist, dass Nützlinge nicht mehr einschreiten können und eine Pflanzenschutzspritzung durchgeführt werden muss.

Raubmilben

Raubmilben

Auf diesem Bild sieht man eine Packung mit Raubmilben. Diese krabbeln aus dem Beutel und sind sehr lauffreudig. Sie laufen von Blatt zu Blatt und fresse alle Spinnmilben auf, welche die Pflanze aussaugen. Diese Tiere sind so kleine, dass man sie nur mit einer sehr  guten Lupe sehen kann.

Schlupfwespen

Schlupfwespen

Hier kann man neue Nützlinge sehen. Es handelt sich um Schlupfwespen, welche in parasitierten Blattläusen auf der Pappe kleben. Diese schlüpfen schließlich und parasitieren erneut Blattläuse oder andere Schadinsekten.

Vogelnistkästen

Vogelnistkäste

Um den heimischen Vögeln ein schönes Zuhause zu bieten, haben wir überall in der Anlage passende Nistkästen aufgehängt. Hierdurch können wir alle den fröhlichen Vogelgesang genießen und den Tieren bei der täglichen Arbeit zuschauen. Ganz nebenbei müssen die Vogelkinder aber auch ernährt werden, weshalb die Vogeleltern die Anlage nach Insekten und anderen Kleintieren absuchen. Dies minimiert erheblich die Anzahl an Pflanzenfressenden Raupen, was wiederrum Ihnen eine schöne Ernte beschert.

Eulennistkasten

Unser zweckentfremdeter Schleiereulennistkasten

Wir versuchen schon seit Jahren die sehr scheuen Schleiereulen in unsere Nistkästen auf den großen Walnussbäumen anzulocken. Dies ist wahrscheinlich durch den großen Kundenverkehr sehr schwer. Schleiereulen sind nachtaktive Mäusejäger. Da Mäuse immer wieder die kompletten Wurzeln von Bäumen und Sträuchern abfressen, sodass wir die Bäume teilweise mit einer Hand ohne Wurzeln aus dem Boden ziehen können, würden wir uns sehr über ein Schleiereulenpaar freuen. Zuhause an unserer Hofstelle hat sich diesen Frühjahr wieder ein Paar in der Scheune eingenistet.

Leider klappt es auf dem Huckepackfeld nicht so richtig, weshalb sich Amselpärchen wieder über eine Nistmöglichkeit freut.

 

Florfliegen

Florfliegen

In einem anderen unbesetzten Schleiereulennistkasten haben zahllose Florfliegen überwintert. Über diesen Fund haben wir uns besonders gefreut, da Florfliegen auch als "Blattlauslöwen" bekannt sind. Diese können laut manchen Literaturangaben bis zu 100 Blattläuse PRO Tag vertilgen und sind so wichtige Partner bei der Gesunderhaltung der Pflanzen. Leider tauchen diese Nützlinge aber leider durch den verstärkten Einsatz von Pestiziden immer seltener auf.

Insektenhotel

Insektenhotel

Um so viele Nützlinge wie möglich bei uns anzusiedeln, müssen wir Ihnen natürlich auch ein schönes Zimmer für die Vermehrung und für den Winter bieten.

In solchen Insektenhotels siedeln sich gerne Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen, Mauerbienen und viele mehr an, welche uns wiederrum im Gegenzug gerne bei der Gesunderhaltung der Nutzpflanzen unterstützen.